Was ist Ju-Jutsu

Ju-Jutsu ist Selbstverteidigung und vieles mehr...

Bei uns erfährt man Selbstvertrauen, Sicherheit auf der Straße und Ausdauer. Lernt wie man sich sinnvoll bewegt oder auch Beispielsweise hinfällt ohne sich zu stark zu verletzen.
Wer sich traut kann auch in drei verschiedene Wettkampfarten reinschnuppern (Wettkampf ist jedoch kein „Muss“!).

Ju-Jutsu ist führend tätig in der Gewaltprävention und arbeitet hier kooperativ mit der Polizei, Justiz und anderen Organisationen zusammen. Hier bieten wir u.a. auch immer wieder Kurse gezielt für Frauen, Mädchen oder Senioren an.

Ju-Jutsu ist eine der modernsten Selbstverteidigungs-Sportarten, die in Deutschland zur Zeit praktiziert werden. Elemente der besten Techniken des Judo, Karate, Aikido, Jiu-Jitsu, Tae Kwon-Do und einigen Anderen.

Die besten Techniken der vorgenannten Kampfsport- und Selbstverteidigungsarten werden in Kombination nach einem Vielfältigkeitsprinzip dargestellt.

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Es ist ein System, das primär von der Selbstverteidigung und nicht vom Angriff ausgeht! Das Prinzip des Nachgebens und Ausweichens, das Ausnutzen des gegnerischen Impulses, die vielseitigen Techniken, gepaart mit Reaktionsschnelligkeit, Beweglichkeit, Kraft und Mut führen zu extrem wirksamen aber dosierbaren Abwehrhandlungen.

Die Silbe "Ju" bedeutet sanft, nachgebend aber auch angepasst, und die Silbe "Jutsu": Kunst oder Fertigkeit.
Zusammen ist Ju-Jutsu eine Kunstfertigkeit, die durch angepasste Techniken, die auch durch ein den Umständen nach notwendiges Nachgeben, die Angriffe des Gegners abwehren und den Angreifer ausschalten kann.

Auszug aus seinem Lehrbrief von Werner Patzelt.

Die Geschichte des Ju-Jutsu

Die tatsächliche Geschichte des Ju-Jutsu

Die Geschichte der waffenlosen asiatischen Selbstverteidigung (SV) in Europa begann um 1900. Durch die intensiven Handelsbeziehungen zwischen Japan und dem Deutschen Reich kamen viele Japaner nach Deutschland. Zumindest einige von ihnen beherrschten die traditionellen japanischen Kampfkünste.

Der Berliner Erich Rahn wurde von verschiedenen Japanern mit Jiu-Jitsu bekannt gemacht und war hiervon so begeistert, dass er sich völlig dem Erlernen dieser Kampfkünste widmete. 1906 wurde von ihm die erste deutsche Jiu-Jitsu-Schule in Berlin eröffnet. 1930 war Jiu-Jitsu, das auch wettkampfmäßig betrieben wurde, als Sportart vollständig etabliert.

1933 wurde während eines Besuches Jigoro Kanos die Bezeichnung "Judo" amtlich für ganz Deutschland eingeführt. 1936 wurden einheitliche Regeln für Judo- bzw. Jiu-Jitsu-Kämpfe festgelegt. Im wesentlichen wurden die internationalen Judo-Regeln übernommen. Das Wettkampfsystem Judo hatte sich endgültig gegen das SV-System Jiu-Jitsu durchgesetzt. Ein Umstand, der in letzter Konsequenz zur Entwicklung des Ju-Jutsu führen sollte.

Die Entwicklung des Ju-Jutsu

Mit Karate, Judo und Aikido hatte man Mitte der 60er Jahre sehr weitentwickelte Kampfsysteme im DJB (Deutscher Judobund) vertreten. Allerdings waren Judo und Karate reine, streng reglementierte Wettkampfsportarten. Aikido hatte den moralisch-philosophischen Aspekt als Zielsetzung. Das alte Jiu-Jitsu fristete als Judo-SV ein Schattendasein und war mehr oder weniger unbedeutend und auch technisch überholt.

Ein System, das die Selbstverteidigung und hier alle Aspekte berücksichtigte, fehlte. Genau so ein System war aber für viele Berufsgruppen, wie Bundesgrenzschutz (jetzt Bundespolizei) und auch die Polizei dringend erforderlich.

1967 wurden mehrere hohe Dan-Träger vom DDK (Deutsches Dan Kollegium) beauftragt, ein umfassendes Selbstverteidigungs - System zu schaffen. Es sollte auf der Basis der bestehenden Kampfsportarten entwickelt werden.

Otto Brief, Werner Heim, Franz-Josef Gresch, Richard Unterberger, Klaus Münstermann und andere, schufen aus den Techniken des Judo, Karate und Aikido sowie einigen Jiu-Jitsu-Techniken ein System, welches ausschließlich auf Selbstverteidigung ausgerichtet war.

Die Bedeutung der Silben ist dieselbe wie in Jiu-Jitsu:

ju.png Ju sanft, nachgebend, aber auch angepasst
jutsu.png Jutsu Kunst, Fertigkeit

Auf dem Deutschen Dan Tag des DDK in Nürnberg, am 28.01.1968, wurden die erarbeiteten Prüfungsrichtlinien nach langen und äußerst kontrovers geführten Diskussionen angenommen

Am 22.04.1969 traten diese Richtlinien in mittlerweile überarbeiteter Form bundesweit in Kraft. Sie wurden noch des öfteren geändert um das Ju-Jutsu neuen Erkenntnissen anzupassen und nicht zu einem starren, veralteten System werden zu lassen.

Es gab nun eine Sektion Ju-Jutsu im DJB und im BJB, ebenso eine Fachgruppe Ju-Jutsu im DDK.

Die technische Weiterentwicklung des Ju-Jutsu

Da das frühe Ju-Jutsu aus Aikido-, Judo- und Karatetechniken bestand, wurde immer wieder auf die Prinzipien dieser Kampfsysteme hingewiesen, die im Ju-Jutsu unbedingt beibehalten werden mussten. Zwar wurde von der Übernahme der Prinzipien gesprochen, was aber erfolgte, war die Übernahme der Techniken der einzelnen Systeme, oft ohne Anpassung an Situationen der Selbstverteidigung.

Das Ju-Jutsu hatte den richtigen Weg eingeschlagen, musste in den folgenden Jahren aber noch an sich arbeiten, um den Praxisbezug, der für ein Selbstverteidigungssystem im Mittelpunkt stehen muss, zu verwirklichen.

Besonders in den Jahren 1981 bis 1986 ging die Entwicklung in Richtung Realitätsbezug und weg von der perfekten Judo-, Karate- und Aikidotechnik. Die Techniken wurden dahingehend modifiziert, dass sie der SV-Situation angemessen waren. Die Techniken mussten teilweise auch geändert werden, damit vom Prinzip her unterschiedliche Techniken (Karate und Aikido ist wohl das beste Beispiel) überhaupt zusammenpassten.

An dieser positiven Entwicklung des Ju-Jutsu hatte der damalige Bundestrainer Josef "Sepp" Art aus Bayern erheblichen Anteil. Aus seiner eigenen Erfahrung als Polizeibeamter wusste er bestens, wie wichtig realitätsbezogene Techniken sind.

Die Ju-Jutsu-Techniken haben zwar ihren Ursprung im Karate, Judo und Aikido, mittlerweile auch im Boxen und Ringen, ihre im Ju-Jutsu übliche Ausführung stimmt jedoch häufig kaum noch mit den ursprünglichen Techniken überein. Es kann von eigenständigen Ju-Jutsu-Techniken  gesprochen werden, die wie z.B. die Fausttechniken, auch das sollte nicht übersehen werden, in ihrer Ursprungsart als falsch gelten würden.

Ebenfalls Anfang der 80er Jahre wurde wieder erwogen, Ju-Jutsu auch als Wettkampf einzuführen. Die Berliner Polizei begann damals bereits mit dem JJ-Wettkampf, dem sich immer mehr Polizeien aus anderen Bundesländern (Bayern, Hamburg) anschlossen. Aber erst "Sepp" Art als Bundestrainer setzte den JJ-Wettkampf auch außerhalb der Polizei durch. Auch nach seiner Zeit als Bundestrainer trieb "Sepp" als bayer. Landestrainer den Wettkampf voran, bis er 1987 das Amt an Roland Köhler übergab, der viele erfolgreiche Kämpfer (Süddeutsche Meister, Deutsche Meister, Internationale Deutsche Meister usw.) hervorbrachte. In Bayern fanden 1985 die ersten offiziellen Meisterschaften statt. Die erste offizielle Deutsche Meisterschaft fand 1987 in Berlin statt.

Als die Mitgliederzahlen der Sektion Ju-Jutsu immer mehr stiegen, musste auch für qualifizierte Übungsleiter gesorgt werden. So wurde 1979 die erste ÜL-F Ausbildung auf bayer. Ebene abgehalten und ab 1981 auch Trainer B und A auf Bundesebene. Da die Sektion Ju-Jutsu im DJB, bzw. im BJB immer größer und stärker wurde, beschloss man die Selbstständigkeit anzustreben, was aber nicht ohne Probleme gehen sollte.

Am 20.10.1990 wurde der "Deutsche-Ju-Jutsu-Verband" (DJJV) gegründet und am 30.05.1992 in den DSB (Deutscher Sportbund) aufgenommen.

Die bayer. Sektion Ju-Jutsu wurde am 02.05.1992 aus dem BJV entlassen und war somit endlich ein eigenständiger Fachverband, nämlich der JJVB, "Ju-Jutsu-Verband-Bayern" !!! Den größten Anteil an diesem wohl schwierigsten Kampf außerhalb der Matte hatte der 1. Präsident des JJVB Rainer Riedel.

Ju-Jutsu stellt nun mit seinen realitätsbezogenen Techniken, der Fallschule, Bewegungslehre und dem Wettkampf, das wohl beste und modernste SV-System dar!

Mit freundlicher Genehmigung von Werner Patzelt
Auszug aus seinem Lehrbrief

Die Fachbegriffe im Ju-Jutsu

Diese Begriffe hörst du zu Beginn oder Ende eines Trainings:

(Die Kommandos werden vom ranghöchsten Lehrer oder ranghöchsten Schüler erteilt.)

  • "Seiza": Abknien zuerst mit dem linken Bein, dann mit dem rechten. Zehen sind aufgestellt und werden erst vor dem Absitzen abgelegt. Hände liegen auf den Oberschenkeln oder werden wie in der klassischen Zen-Meditationshaltung ineinander gelegt. Zuerst knien die Lehrer ab und danach die Schüler (immer einer nach dem anderen, beginnend mit dem Höchstgraduierten)
  • "Mokuzo": der Ju-Jutsuka verharrt in völliger Bewegungslosigkeit und versucht seine Gedanken auf das kommende Training zu richten. 
  • "(Mokuzo-) Jame": die Meditation wird aufgelöst und die Hände werden aus der Meditationsstellung auf die Oberschenkel gelegt.
  • "(Sensei ni) Rei": Heißt soviel wie "Gruß". Wenn ein Schüler das sagt, ergänzt er "Sensei ni", um zu sagen "Lehrer wir grüßen dich". Wenn der Lehrer dies sagt, sagt er nur "Rei". Lehrer und Schüler verneigen sich darauf zueinander, die Hände werden im Dreieck auf die Matte gelegt und man verneigt sich indem man mit dem Kopf leicht die Matte berührt. Danach stehen alle wieder auf. Zuerst erheben sich Lehrer, dann die Schüler: Aufrichten in den Kniestand, Zehen aufstellen, mit Drehung rechts und dem rechten Bein zuerst aufstehen.
  • "Rei": Lehrer und Schüler verneigen sich zueinander, die Hände werden an den Beinen angelegt, die Beine stehen geschlossen zusammen.

Im Wettkampf hört man auch folgende Begriffe oft: 

  • "Hajime": Der Kampf beginnt.
  • "Mate": Der Kampf ist sofort zu beenden.

Weitere Begriffe die du eventuell mal hören wirst im Training. Generell werden aber alle Techniken bei uns mit Deutschen Begriffen benannt und auch so angesagt: 

Zahlen  eins ichi
(japanisch) zwei ni
drei san
  vier shi
  fünf go
  sechs roku
  sieben shichi
  acht hachi
  neun kyu
  zehn ju

   

 A Aikido von Morihei Ueshiba entwickelte Kampfkunst
  Ashi Fuß, Bein
  Ashi Barai Fußfeger
  Ashi gatame Beinhebel
  Ashi garami Hüfthebel
  Ashi jime Würgetechnik mit Beinen oder Füßen
  Ashi waza Abwehrtechniken mit dem Fuß
  Atama ate Kopfstoß
  Atama ushiro uchi Kopfschlag
  Atemi (angedeuteter) Schlag
  Atemi te Nervendrucktechnik

 

 


 B Batto Jutsu Kunst das Schwert zu ziehen
  Bo langer Stab (ca. 2m lang)
  Bo Jutsu Kampftechniken mit dem BO
  Boken Holzschwert (auch BOKTO)
  Budo Kampfkunstweg
  Bujutsu Kampfkunst
  Bushi Krieger, Samurai
  Bushido Weg des Kriegers, Ehrenkodex der Samurai
 

 

 C Chudan mittlere Höhe (Bauch bis Brust)
 

 D Dan Meistergrad
  De ashi barai Fußfegen
  Dojo der Ort, an dem man den Weg studiert, Übungsraum der Kampfkünste
  Do Weg
  Dozo bitte
  Doshu der Meister des Weges, Repräsentant der Kunst
 

 

 E Empi Stoß mit dem Ellenbogen
  Empi uchi Ellenbogentechniken
  Eri Kragen
 

 

 G Gaeshi waza Gegentechniken
  Gedan untere Höhe (Fuß bis Gürtellinie)
  Gedan barai Abwehrtechnik nach (unten) außen
  Geri Fußtritt
  Gi Trainingskleidung, Anzug
  go fünf
  Go No Keiko starkes Training (realitätsnahe Angriffe)
  Gyaku tsuki Fauststoß mit der hinteren Faust
 

 H hachi acht
  Haito uchi Handinnenkantenschlag
  Hajime Anfangen, los!
  Hakama in den klassischen Kampfkünsten über dem GI getragener langer Hosenrock
  Hanmi Stellung
  Hara Unterleib, Zentrum
  Harai goshi Hüftfegen
  Henkan Drehung des Körpers, ohne die Füße zu heben
  Hidari links
  Hiji Ellenbogen
  Hiza Knie
  Hiza-geri Knieschlag
  Hiza-ate Kniestoß
 

 

 I Iaido Weg des Schwertziehens
  Iajutsu Kunst des Schwertziehens
  Iaito Schwert(-imitation) für IAIDO-/IAIJUTSU-Training
  ichi eins
  Irimi Eintreten, positiv; Schritt: IRIMI = vorwärts
  Irimi nage Körperrückstoß
 

 J Jiu Waza reies Verteidigen (beliebige Techniken)
  Jiyu-Kumite freier Kampf
  Jime waza Würgetechnik
  Jo Stab, ca. 1,3 m lang
  Jodan obere Höhe (Hals, Kopf)
  Joseki Ehrenwand im DOJO
  Ju Nachgiebigkeit, Flexibilität
  ju zehn
  Judo Weg der Nachgiebigkeit, Ende des 19. Jhd. aus dem JIUJUTSU entwickelt
  Juken Jutsu Kampf mit dem Bajonett
  Ju No Keiko weiches Training
 

 K Kamae Stand, Position
  Kamiza Ehrenplatz im DOJO, wo das Photo (o. ä.) von O-SENSEI hängt
  Kaiten Rotation, Drehbewegung
  Kata Form, Summe von stilisierten Bewegungen
  Kata Schulter
  Kata guruma Schulterrad
  Katate-mochi Grifflösen
  Katame Waza Hebeltechniken
  Katana japanisches Schwert (leicht gebogene Form)
  Kai Gruppe, Schule
  Kaiten nage Schleuderwurf
  Kakari Geiko kontinuierliches Arbeiten ohne Pause zwischen den Angriffen
  Kakato geri Fußstoß abwärts
  Keiko Training
  Keikotsu geri Schienbeintritt
  Keiko Ho Trainingsformen
  Kempo eine Art chinesisches KARATE
  Kendo Weg des Schwertes, jap. Schwertkampf mit Bambusschwert (SHINAI)
  Kesa Giri schräger Schnitt von oben nach unten
  Kesa-gatame Haltetechnik in seitlicher Position
  Ki "Lebensfluß", "kosmische Energie"
  Kiai (Kampf-) Schrei (aus Ki = Energie und Ai = zusammenkommen)
  Kihon Grundschule
  Kin geri Fußstoß vorwärts
  Kime schockartiges Anspannen sämtlicher Muskeln am Ende einer Technik, physische und psychische Energiekonzentration
  Kiri / Giri Schnitt
  Kiri kaeshi Fußwechsel auf der Stelle
  Kiri otoshi Rückriß
  Kobudo alte Waffenkünste aus Okinawa
  Kodansha Geistige Meistergrade
  Kohai der Spätere, fortgeschrittene jüngere Schüler (immer Danträger)
  Kokoro Mentalität, Herz und Geist
  Kokyu Atmung, Atem
  Koshi Hüften
  Koshi guruma Hüftrad
  Ko uchi gari Kleine Innensichel
  Ko uchi gake Einhaken (als kleine Innensichel)
  Ko soto gari Kleine Außensichel
  Ko soto gake Einhaken (als kleine Außensichel)
  Kote Handgelenk
  Kote kitae Abhärtung des Körpers
  Kote heneri Handdrehgriff / Armdrehgriff
  Komi darin, dicht
  Kubi hishigi Genickhebel
  Kumade uchi Preßluftschlag
  Kumi Gruppe
  Kumite Kampfschule
  Kumi Tachi Schwertarbeit zu zweit
  Kumi Jo Stockarbeit zu zweit
  Kokyu Atem, Atemkraft
  Kubi Hals
  Kyoshi Lehrer, Experteninstruktor der Budo-Schule
  Kyu Klasse, Rang, Schülergrad, Farbgurte
  kyu neun
  Kyudan Gürtelrangsystem
 

 M Maai Distanz
  Mae vorn, vorwärts
  Mae Geri Fußtritt direkt von vorn
  Mae fumi komi Stoppfußstoß
  Mae ukemi Falltechnik (Rolle/Sturz) vorwärts
  Mate lösen
  Make Niederlage
  Makiwara gewickeltes Stroh, Schlagpolster, auch aus Holz
  Mawashi kreisförmig, Halbkreis
  Mawashi geri kreisförmiger Fußtritt, Halbkreisfußtritt
  Mawashi tsuki kreisförmiger Schlag (z.B. Schwinger)
  Mawate Wendung
  Michi DO, Weg
  Migi rechts
  Mokuso Kommando zur Konzentration
  Mondo Gespräch zwischen Schüler und Meister
  Mubobi Vernachlässigung der eigenen Sicherheit
  Mudansha Gürtelgrade vor dem ersten Schwarzgurt
  Mune Brust
  Mune Tori Griff ins Revers
  Mushin nicht denken, unbewußt
 

 

 N Nage der/die, der/die Technik ausführt ("der/die Geschickte"), Verteidiger
  Nage Waza Wurftechniken
  Naginata eine Art Hellebarde, eine traditionelle Frauenwaffe
  Naore Rührt Euch, Gut
  Ne waza Bodentechniken
  ni zwei
  Ninja japanische Spione in alter Zeit
  Ninjutsu die Kunst der NINJA
  Nukite Fingerstich
 

 

 O Obi Gürtel
  Oi tsuki Fauststoß mit der vorderen Faust
  Ohayo gozaimasu Gruß, Guten Morgen
  Omote positiv, Vorderseite, Energieausbreitung, darüber
  Onegaishimasu ein Satz, den man beim Angrüßen benutzt ("Ich stelle eine Bitte")
  O goshi Großer Hüftwurf
  O sote gake Beinstellen
  O sote osae Körperabbiegen
  O soto gari Große Außensichel
  O uchi gari Große Innensichel
  Osae Waza Hebeltechniken
  Otoshi Abwärts
 

 

 R Randori freies und kontinuierliches Arbeiten
  Rei Gruß
  Ritsu Rei Gruß im Stehen
  roku sechs
  Ronin herrenloser Krieger (SAMURAI)
  Ryote-mochi Grifflösen
  Ryu Schule (der Kampfkunst), Stilrichtung
 

 

 S Sabaki Bewegungsformen
  Samurai Krieger, Mitglied der Militärklasse in der Feudalzeit
  san drei
  Seishin Geist
  Seiza sitzende Position auf den Knien, Meditationshaltung
  Sempai der Vorgänger, fortgeschrittener älterer Schüler
  Sensei Lehrer, Meister, respektierte Person
  Sensei ni Rei Gruß zum Meister
  Seoi nage Schulterwurf
  Seoi otoshi Schulterzug
  Seppuku schneiden des Hara, Freitod durch Aufschneiden des eigenen Bauches
  Shiai Wettkampf
  Shiho Giri Schnitte in vier Richtungen
  Shikaku Disqualifikation
  Shikko Gehen auf den Knien
  Shimoseki die der Ehrenwand gegenübergelegene Wand, wo die Schüler sitzen
  shi vier
  Shiai Turnier
  shichi sieben
  Shinai aus vier Bambuslatten bestehendes, im KENDO benutztes Schwert
  Shin Geist, Herz
  Shinto ursprüngliche japanische Religion
  Shisei korrekte Haltung, Verhalten, Einstellung
  Shizentai natürliche Grundstellung, Füße parallel nebeneinander
  Shidan hoch graduierter Lehrer, großer Meister
  Shihan/Hanshi Großmeister, geistige Meisterschaft des Budo
  Shihan ni rei Gruß zum Großmeister
  Shinpan ni rei Gruß an die Schiedsrichter
  Shiro Weiß
  Shiro no kachi Sieg für Weiß
  Shitei Vorschrift
  Shizentai Grundstellung, Normalstellung, natürliche Haltung
  Sho klein
  Sho (matsu) Kiefer, Pinie
  Shodan erster DAN
  Shomen gerader Schlag von vorn
  Shomen ni Rei Gruß nach vorne
  Shotokan Karate-Stilrichtung, Künstlername Gichin Funakoshis
  Shushin Hauptkampfrichter
  Shuto uchi Handaußenkantenschlag
  Sokumen schräg, aus der Drehung
  Shoshinsha Anfänger
  Soke Stilgründer, Oberhaupt
  Soto außen
  Sumo japanischer Ringkampf
  Suburi fortlaufende einzelne Schläge mit dem Schwert (allein geübt)
  Sukui nage Schaufelwurf
  Suriashi Oberbegriff für Gleitschritte
  Sutemi waza Selbstfalltechnik
 

 T Tai der Körper
  Tai Sabaki Schritt mit einer TENKAN-Drehung
  Tai otoshi Körperwurf
  Tambo kurzer Stab
  Tameshiwari Bruchtest
  Tanto Dori Techniken gegen Messerangriffe
  Tatami Matten in japanischen Häusern oder im DOJO
  Tate senkrecht
  Tate-shiho-gatame Haltetechnik in Reitposition
  Te Hand
  Te kansetsu Handgelenkhebel
  Tegatana Schwerthand, "Schneide" der Hand
  Teisho-uchi Handballenschlag
  Teisho-tsuki Handballenstoß
  Tekubi Handgelenk
  Tekubi waza Handgelenkhebel
  Tenkan Drehung um einen Fuß, der stehenbleibt; negativ
  Te No Uchi Haltung der Hände
  Tettsui-uchi Griffsprengen
  Tode Technik aus China, alte Bezeichnung des Karate-Do
  Tokui Stärke
  Tori der Angreifende (im Budo: Angreifer)
  Tsugi Ashi Gleitschritt
  Tsuki direkter Stich von vorn  (Schwert, Stab, Faust)
 

 U Uchi innen
  Uchi mata Schenkelwurf
  Ude Arm
  Ude gatame Armstreckhebel
  Ude garami Armbeugehebel
  Ude garami henka waza Armbeugehebel als Festlegetechnik
  Uke der Angreifer, der Fallende, "der Ungeschickte" (im Budo: Verteidiger)
  Uke waza Abwehrtechniken
  Uku fließend
  Ukemi Fall, Rolle, Falltechniken
  Ura negativ, Rückseite, (aktive) Energieaufnahme
  Ura kubi gatame Rückentransportgriff
  Ushiro hinten, rückwärts
  Ushiro mawashi geri Halbkreisfußtritt rückwärts, Fersendrehschlag
  Ushiro ukemi Falltechnik (Rolle/Sturz) rückwärts
 

 W Wa Innere Harmonie
  Waka Sensei Sohn des Meisters, der zu Lebzeiten des alten Meisters nicht lehrt
  Waza Technik
  Wazaari halber Punkt, Fastpunkt
 

 

 Y Yame Stop, Ende, Aufhören
  Yabusame Bogenschießen vom Pferd aus
  Yari Lanze
  Yoko Seite
  Yoko geri Fußstoß seitwärts
  Yoko ukemi Sturz seitwärts
  Yoko shiho gatame Haltetechnik in Kreuzposition
  Yoi Achtung
  Yokomen schräger Schlag
  Yomi Vorausahnen
  Yubi kansetsu Fingerhebel
  Yudansha graduierter Schüler
  Yumi japanischer Bogen
 

 Z Zanshin kontrollierende und dominante Position nach Beendigung einer Technik, Wachsamkeit, Bereitschaft, Geistesgegenwart
  Zarei Gruß auf den Knien