Es ist absolut nicht notwendig, Kinder mit warnenden Fallgeschichten abzuschrecken und zu ängstigen. Prävention von sexuellem Missbrauch ist durchaus auf spielerische und kindgerechte Art vermittelbar.

In dieser Trainingseinheit ging es darum Präventionsmaßnahmen in Form eines spielerischen Trainings durchzuführen. Hierzu wurden in verschiedenen Fallsituationen die verschiedenen Gefühle erkannt und gelernt, dass jedes Kind anders empfindet.

Danach gab es Spiele zum Thema „Berührungen“. Dabei wurde den Kindern schnell bewusst, dass jedes Kind die verschiedenen Berührungen anders wahrnahm und manche Berührungen auch nicht möchte. Mit Hilfe einer Geschichte erfuhren die Kinder, das Küssen auch nicht immer gewünscht ist und jedes Kind „NEIN“ sagen darf. Die Kinder lernten „Mein Körper gehört mir und nur ich entscheide darüber, hierzu gehören auch Berührungen, Umarmungen und „Küsschen“. Anschließend wurde lautstark das Nein-Sagen geübt, dazu dürften die Wasserflöhe auch dem Nilpferd ein deutliches NEIN sagen.

Aber was ist, wenn jemand die Grenze der Kinder überschreitet und das Kind angehalten wird „das Geheimnis“ für sich zu behalten? Bezüglich dieser Thematik befassten wir uns erst einmal damit, was Gute und Schlechte Geheimnisse sind und wir lernten, dass Schlechte Geheimnisse immer erzählt werden dürfen. Bei einem schlechten Geheimnis ist auch wichtig sich zu wehren und sich immer Hilfe zu holen. Das Wehren übten wir mit einer Selbstverteidigungstechnik, die die Kinder am Schlagpolster ausprobieren dürften. Auch das Hilfe holen übten wir dann noch spielerisch ein.

Zum Abschluss sagten die Kinder dem Krokodil noch „Nein“ und erklärten ihm, dass das Krokodil bei ihnen verkehrt ist, wenn es auf das Nein nicht hören will.

In der abschließenden Feedbackrunde gab es für alle Teilnehmer Smarties und Eis.

Den Kindern und Pia hat es sichtlich sehr viel Spaß gemacht und alle sind der Meinung: „So eine Trainingseinheit machen wir auf jeden Fall mal wieder.“

Pia