Karl-Heinz (der im nächsten Jahr bereits 80 Jahre alt wird) ist Mitglied im Post SV seit über 56 Jahren, war Mitbegründer der Ju-Jutsu-Sparte innerhalb der Judo-Abteilung des Post SV, Mitbegründer der eigenständigen Ju-Jutsu-Abteilung im Post SV im Jahr 1981, und der sportliche Trainingspartner sowie guter Freund unseres Abteilungsgründers Werner Patzelt. Den Beiden wurde gleichermaßen verdient im Jahr 1998 der 6. DAN verliehen. Die vorangegangenen Gürtel haben sie immer gemeinsam sich mit viel Schweiß erarbeitet. Nach einem erreichten 5. DAN jedoch kann man keine Gürtelprüfung mehr ablegen, deswegen waren sie besonders Stolz und Dankbar für diese damalige Ehrung durch den Verband.

Karl-Heinz war immer mit dabei, wenn Werner irgendeine Unterstützung (sei es bei Veranstaltungen, Verbands-Maßnahmen oder im Training) brauchte, ohne sich jedoch dabei in den Vordergrund drängen zu wollen. Seinem engen Trainingspartner bei vielen Aufgaben zur Seite zu stehen, und generell immer da zu sein mit Rat und Tat für eigentlich alle Leute im Verein die ihn brauchen (ohne jemals große Dankbarkeit zu erwarten), das war und ist die Natur von Karl-Heinz. Vielleicht ist deswegen auch damals seine Berufswahl die geworden, zur Polizei zu gehen. Man kann es nur vermuten. 

Auch innerhalb der Polizei hat er viel für unser Ju-Jutsu und dessen gutes Image getan. Als Einsatztrainer für die Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei hat er frühzeitig mit erkannt, das ein Wechsel zu Ju-Jutsu für die Polizei wichtig ist. Er hat deswegen aktiv mitgearbeitet, dass Ju-Jutsu eingeführt wurde und der 3. Kyu Pflicht für alle Polizei-Auszubildenden wurde. Seine Spezialtechniken waren die Bodentechniken in allen Variationen, aber auch sein Drill-Training war berühmt berüchtigt und manches Mal bei seinen Kollegen auch wirklich gefürchtet. ;-) Er hat von seinen Kollegen im Dienst immer viel körperlich und geistig abverlangt, aber nie etwas, was er nicht bereit war auch selbst als Vorbild zu leisten!
Er hat als Prüfer im Ju-Jutsu vielen Leuten, bei der Polizei aber auch in den Vereinen,
gratulieren dürfen für einen neuen, erreichten Gürtelgrad, und war und ist auch immer besonders Stolz wenn seine Schüler Prüfungen gut meistern. 

1983 erwarb er die "Ju-Jutsu Lehrer Lizenz" (heute Trainer-A Breitensport) und war in dem Zeitraum auch besonders aktiv in den verschiedensten Bereichen des Ju-Jutsus, sei es im Wettkampf (als Landes- oder Bundeskampfrichter), oder auch als Referent (bei Landes- oder Bundeslehrgängen oder bei Fachübungsleiterausbildungen). 

Die Ju-Jutsu-Abteilung des Post SV Nürnberg wurde im Laufe der Jahre (bis heute) mit zu einer der größten Ju-Jutsu-Vereine Bayerns, was natürlich auch mit ein Verdienst der Leistungen von Karl-Heinz und seiner Trainerkollegen war.
Auch heute noch (seit nunmehr mehr als 45 Jahren) trainiert er, und seit über 40 Jahren hält er ununterbrochen Training bei uns im Verein!

Seine Landestrainertätigkeiten und Kampfrichtertätigkeiten im Verband hat er nun zwar schon seit mehreren Jahren aufgegeben, auch ist er nun seit einigen Jahren schon in der verdienten Pension, aber eines lässt er sich einfach nicht nehmen und da liegt ihm wirklich viel Herzblut dran:
Er hält jede Woche zwei Trainingseinheiten
im Post SV Nürnberg und nicht nur passiv, sondern trainiert alles wirklich aktiv (und manchmal sogar fitter als manch Jugendlicher) weiterhin mit!

  • Zum einen trainiert er die Anfänger der Jugend bei uns. Es bedeutet ihm besonders viel, dass Kinder und Jugendliche nicht Opfer von Gewalttätigkeiten werden
  • Weiterhin trainiert er noch Erwachsene, die keinen weitere Graduierung mehr anstreben in seinem sogenannten "Training mit Karl-Heinz". Ein Training ohne Prüfungsstress und mit viel Spaß!

Auch heute noch können wir froh sein, dass so ein realitätserfahrener Trainer (aus der wirklichen Polizei- und Straßenpraxis) und ein absolut bodenständiger, bescheidener Mensch bei uns Trainer ist, auf den viele Trainerkollegen im Post SV "als ihr Vorbild" aufblicken. 
Seine Jugend liegt ihm besonders am Herzen, da macht er sich laut seiner Frau immer viele Gedanken am Abend daheim, wie er sein Training weiterhin attraktiv und auf die heutige Zeit angepasst gestalten kann, und sei es nur Beispielhaft, dass er regelmäßig sich immer neue passende Aufwärmmusik besorgt und zusammenschneidet, damit alle Ju-Jutsukas gerne sein Training besuchen. Er ist ebenso immer bereit auch mal für Trainerkollegen kurzfristig einzuspringen und die aktuelle Abteilungsführung aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz zu beraten.

Wenn man das alles und wahrscheinlich noch vieles, vieles mehr, was hier nicht aufgezählt werden kann (ihr könnt ja in unserer Chronik noch etwas stöbern, da findet ihr sicherlich noch das ein oder andere Detail) zusammenbringt, erhält man in unseren Augen ein leuchtendes, positives Beispiel für unseren Sport "Ju-Jutsu" und den Budo-Werten unseres Sportes, und das verdient in dem hohen Alter von Karl-Heinz und seiner hervorragenden Fitness, unseres Erachtens nach den allerhöchsten Respekt. 

So zuverlässig, beständig und ich möchte sogar sagen „Genial“, die ideellen Werte des "Ju-Jutsu" zu vertreten und auch jede Woche "zu leben" schafft nicht jeder.

Deswegen noch einmal einen herzlichen Glückwunsch für die verdiente Ehrung des Verbandes zum "Ehrenmitglied des Ju-Jutsu Verbandes Bayern e.V." und ein großes Dankeschön für die Treue zu unserem Verein und zu unserer Selbstverteidigungssportart "Ju-Jutsu"!!! 


Andi Grau
Abteilungsleiter Ju-Jutsu

 

Damals 1998 die Verleihung zum 6.DAN: